Einfach und ökologisch: das eigene Gemüse anpflanzen

Regionales Biogemüse liegt voll im Trend. Viele legen immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit und Gesundheit bei ihrer Ernährung. Deswegen erfreut sich auch der Selbstanbau von Gemüse und Kräutern zunehmend größerer Beliebtheit. Sogar auf dem Grill landet immer mehr Grünzeug, das dabei lecker und vielseitig zubereitet wird. Doch welche Vorteile bringt es überhaupt und wie leicht ist es wirklich? Erfahren Sie, was es mit dem Selbstanbau von Gemüse auf sich hat – und ob es sich für Sie lohnt!

Warum überhaupt das eigene Gemüse anbauen?

Klären wir zunächst einmal die Grundsatzfrage. Dabei sollte bedacht werden, dass es historisch eher ungewöhnlich ist, kein eigenes Gemüse anzubauen. Sofern die Gelegenheit in Form von Garten bestand, haben Menschen nach Möglichkeit immer ihr eigenes Gemüse gepflanzt. Heute besteht zwar die Notwenigkeit dazu nicht mehr, allerdings bietet es eben zahlreiche Vorteile. Rein auf Kosten und Nutzen bezogen wird das eigene Gemüse im Garten oder auf dem Balkon immer günstiger sein. Wer Wert auf Frische, Regionalität und Bio legt, muss dafür vergleichsweise tiefer in die Tasche greifen und dazu auch den Erzeugern vertrauen. Beim eigenen Gemüse weiß man immer ganz genau, was man isst. Außerdem bietet es für viele auch eine ganz besondere Befriedigung, das zu essen, was man selbst angepflanzt hat. Die eigene Arbeit schmeckt mit!

Das beste Gemüse zum Selbstanbau

Natürlich hängt es in erster Linie vom eigenen Geschmack ab, welches Gemüse man anbauen sollte. Dazu kommen die eigenen Möglichkeiten: Eigener Garten oder Balkon? Wie groß ist der Balkon, in welche Himmelsrichtung? Allgemeine Aussagen sind hier also schwierig. Dennoch gibt es eine Reihe von vergleichsweise unkompliziertem Gemüse wie etwa Salat, Radieschen, Zucchini, Spinat oder Zwiebeln. Sogar Kartoffeln und Bohnen sind relativ anfängerfreundlich. Bei Tomaten, Gurke oder Auberginen muss schon etwas mehr beachtet werden. Allerdings ist auch das keine Raketenwissenschaft – wenn Sie für Tomaten und Gurken schwärmen, sollten Sie es ruhig versuchen. Schließlich geht es um den eigenen Genuss. Wenn Sie gerade erst entdeckt haben, wie lecker Gemüse auf dem Grill sein kann, dann sollten Sie auch Ihre bevorzugte Gemüseart anbauen. Sie können sich u.a. auch etwas Inspiration bei den Rezepten von Aldi Süd holen. Bauen Sie also ruhig Ihr persönliches Lieblingsgemüse an!

Geeignete Gemüsesamen – auch für den Balkon

Auf dem eigenen Balkon sind die Möglichkeiten begrenzter. Dennoch lässt sich theoretisch fast alles anbauen, je nach Platz und Sonne. Es gibt spezielles Saatgut für den Balkon, das die Pflanzen sehr kompakt wachsen lässt. Hier sind die Früchte oft etwas kleiner, wachsen dafür aber auch besser. Das lohnt sich bei begrenztem Platz also auf jeden Fall. Auf einem Südbalkon können Sie getrost Salat, Tomaten, Paprika, Zucchini, Peperoni oder auch Erbsen, Kartoffeln und Bohnen anbauen. Falls Sie keinen Südbalkon haben, sollten Sie eher auf Radieschen, Mangold, Karotten oder Kohlrabi setzen. Wichtig ist in jedem Fall ein ausreichender Windschutz, da die meisten Balkonpflanzen keine Zugluft mögen. Es gibt außerdem längst viele tolle Ideen und Hilfsmittel für das Anbauen auf dem Balkon wie spezielle Hochbeete und Gewächshaus-Schränke.

Wann mit dem aussähen beginnen?

Bei vielen Gemüsesorten beginnt die Aussaat im März, April oder Mai. Das hängt aber nicht nur vom Wetter ab, sondern auch von den eigenen Anbaubedingungen und von der Anbaupflanze selbst. Auch ein Aussaatkalender bietet nur grobe Orientierung, da hier viele individuellen Faktoren eine Rolle spielen können. Deswegen ist es wichtig, sich vorab ein wenig zu informieren, worauf es beim Aussähen ankommt.

Grün und nachhaltig: tolle Möglichkeiten für Garten und Balkon

Ob es um den eigenen großen Garten oder den Balkon geht: Es gibt inzwischen unglaublich viele tolle Ideen und Möglichkeiten zur Gestaltung. Manchmal ist es erstaunlich, mit wie einfachen Mitteln etwa der Balkon in eine grüne Oase verwandelt werden kann. Und auch in Sachen Nachhaltigkeit gibt es jede Menge zu entdecken.

Regrowing – Gemüse aus Küchenresten

Neue Pflanzen aus den eigenen Gemüseresten zu ziehen ist Nachhaltigkeit pur. Beim Regrowing werden die Gemüseabfälle nicht weggeworfen, sondern wiederverwendet. Freilich ist auch das kein neues Phänomen – früher war es vollkommen normal, die Gemüsereste so zu verwerten. Dabei werden die Gemüsereste einfach in Wasser gestellt, sodass sie neue Wurzeln bilden. Nach spätestens zwei Wochen können diese dann eingepflanzt und aufgezogen werden. Besonders gut eignen sich dafür etwa Zwiebeln, Salat, Karotten oder Porree. Wichtig ist, dass das Gemüse keinen beschädigten Blattansatz haben darf und nicht schimmelig sein darf. Allerdings ist Regrowing auch vergleichsweise aufwändig. Die Pflanzen brauchen täglich Aufmerksamkeit und werfen dafür nicht annähernd so viel ab wie beim normalen Anbau. Es eignet sich also vor allem gut als nachhaltige Ergänzung.

Der vertikale Garten für den Balkon

Da der Platz auf dem Balkon in der Regel recht begrenzt ist, lohnt es sich, einmal die Perspektive zu drehen: vertikal statt horizontal! So lässt sich selbst auf kleineren Balkons sehr leicht mit einem vertikalen Garten eine grüne Oase schaffen. Dafür können neben Blumentöpfen und vorgefertigten Wandelementen auch allerlei selbst gebaute Regale oder Rankhilfen zum Einsatz kommen. Beliebt ist auch eine DIY-Variante mit Paletten oder alten Brettern. Natürlich gibt es aber auch eine ganze Reihe cleverer Systeme für den Hochbau auf Balkonen zu kaufen. Bei wenig Platz ist es außerdem eine gute Idee, sich erst einmal auf Kräuter zu spezialisieren. Thymian, Rosmarin und der herrlich duftende Lavendel zum Beispiel sind sehr pflegeleicht und perfekt für den vertikalen Garten auf dem Balkon.

Das waren einige Ideen und Möglichkeiten von vielen. Wer davon angefixt wurdet, findet hier noch viel mehr interessante Inspiration zur Garten- und Balkongestaltung.