klee im rasen

Klee im Rasen

Klee im Rasen. Eigentlich eine schöne Sache, schließlich soll vierblättriger Klee Glück bringe. Doch nicht jeder ist ein großer Fan von Klee. Hier sind ein paar Tipps was man bei Klee im Rasen tun kann.

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Klee im Rasen – kein Glücksbringer für Gärtner

Schornsteinfeger, Marienkäfer, Glückspfennig, vierblättrige Kleeblätter – das alles sind Glücksbringer über die wir uns alle im Alltag freuen. Aber bei Gärtnern und Gartenbesitzer zählt Klee – egal mit wieviel Blättern - nicht unbedingt zu den beliebtesten Pflanzen. Klee gehört zu den hartnäckigsten und gleichzeitig auch am weitesten verbreiteten Unkräutern im Garten.  Der sogenannte Weissklee (Trifolium pratense) braucht nur eine winzig kleine Lücke im Rasen und schon ist sein Siegeszug kaum noch aufzuhalten. Mit seinem gedrungenen, teppichartigen Wuchs hat er sich perfekt an das Überleben in unserem Garten angepasst. Er bleibt so kurz, dass er von den Messern des Rasenmähers meistens gar nicht erfasst wird und hat er erstmal eine kleine Lücke im Rasen erobert, breitet er sich über kurze Ausläufer aus und verdrängt mit seinen breiten Blättern in relativ kurzer Zeit die lichtbedürftigen Rasengräser. Aber der Klee dominiert den grünen Teppich nicht nur dank seines Wuchses er hat ausserdem noch die Fähigkeit seinen eigenen Dünger zu produzieren. Durch eine Symbiose mit Knöllchenbakterien kann er seinen eigenen Stickstoffdünger herstellen und wenn die Rasengräser nicht regelmässig gedüngt werden haben sie gegen den Klee keine Chance.

So unbeliebt Klee bei Rasenbesitzern ist desto populärer ist er aber bei Bienen und Hummeln. Die weissen Blüten des Klees sind sehr nektarreich und daher bei Insekten die sich von Nektar ernähren äusserst willkommen. Klee im Garten ist daher gerade bei Eltern mit Kindern extrem unbeliebt, denn wenn die Kinder barfuss im Garten spielen können sie leicht von Bienen oder Hummeln gestochen werden. Ein weiterer Grund dem Klee den Kampf anzusagen.

Klee im Garten bekämpfen

Der Kampf gegen Klee im Garten fängt mit dem Vertikutieren an. Das sollte ohnehin fester Bestand des Frühjahrsputz im Garten sein. Wenn Sie nicht den gesamten Rasen vertikutieren möchten dann können Sie mit einem Hand-Vertikutierer den Klee-Nestern zu Leibe rücken. Vertikutieren sie die betroffenen Stellen in Längs- und Querbahnen so tief wie möglich um so viele Wurzelabschnitte wie möglich zu entfernen.

Wenn Sie nicht vertikutieren möchten, dann können Sie die betroffenen Stellen auch mit einem Spaten ausstechen und abtragen. Das ist zwar etwas mühsamer aber dennoch effektiv. Egal ob mit Spaten oder Vertikutierer in beiden Fällen bleiben Löcher im Rasen zurück die mit Mutterboden aufgefüllt werden müssen. Jetzt müssen Sie nur noch Nachsäen und die gesamte Rasenfäche düngen damit die Rasengräser gut und kräftig nachwachsen.

Eine weitere Methoden den Klee zu bekämpfen ist das „Abdecken“. Diese Methode ist im Vergleich zum Vertikutieren oder Spaten relativ langwierig. Beim Abdecken werden die betroffenen Stellen mit einer schwarzen Mulchfolie (aus dem Gartengeschäft) gut abgedeckt. Die Ränder sollten Sie am Besten mit Steinen beschweren damit die Folie nicht vom Wind hochgehoben werden kann. Nach ungefähr zwei Monaten ist der Klee durch den Mangel an Licht abgestorben. Entfernen Sie die Folie und harken Sie die Stellen gründlich um sicherzustellen, dass keine Klee-Nester mehr vorhanden sind. Wie bei den anderen Methoden auch müssen Sie jetzt die kahlen Stellen nachsäen.

Die chemische Keule gegen Klee

Natürlich gibt es auch für den Kampf gegen Klee unzählige chemische Mittel die eine einfache Lösung versprechen. Es gibt selektiv wirkende, sogenannte Rasenherbizide, die nur die Rasenunkräuter beseitigen und auf die Gräser keine Wirkung haben. Abgesehen davon dass Chemie im Garten immer das letzte Mittel sein sollte bekämpfen solche Mittel immer nur die Symptome nicht die Ursache und sind somit niemals als Langzeitlösung geeignet. 

Vorbeugen

Die effektivste Art den Klee auf Dauer aus dem Garten zu verbannen ist zu verhindern dass er nach dem Entfernen zurückkehrt. Das ist am einfachsten über die richtige Rasenpflege zu erreichen:

Wählen Sie die richtige Rasensaat aus - hochwertige Rasenmischungen enthalten Rasengräser die speziell gezüchtet sind um eine dichte Grasnarbe zu bilden und damit dem Klee kaum eine Chance bieten Fuss oder besser Wurzel zu fassen. Viele preiswerterere Mischungen enthalten Futtergräser die schneller aber nicht dichter wachsen und so Klee und vielen weiteren Unkräuter Platz lassen. 

Und wenn der Garten dann im satten Grün erstrahlt gilt es jetzt ihn gut zu pflegen. Da Rasengräser im Gegensatz zu Klee nicht ihren eigenen Dünger produzieren können ist es an Ihnen eine gute Nährstoffversorgung mit Rasen-Langzeitdüngern sicherzustellen. Auch regelmässiges Mähen und gute Bewässerung sind äusserst wichtig um den Rasen im Kampf gegen Unkraut zu stärken.

Bei allen guten Gründen den Klee zu bekämpfen sollten Sie aber auch immer daran denken, dass eine effektive Enttfernung gleichzeitig auch Insekten wie Bienen und Hummeln eine wichtige Nahrungsquellen entzieht. Viele Gärtner legen inzwischen in ihren Gärten eine Bio-Ecke mit insektenfreundlichen Pflanzen an, denn ohne Insekten wie Bienen und Hummeln kommt ein Garten nicht aus. 

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