moos entfernen

Moos im Garten entfernen

Was kann man tun, um Moos im Garten zu entfernen?

Mit den steigenden Temperaturen wacht auch unser Garten langsam aus dem Winterschlaf auf. Leider ist der Winterschlaf für unseren Rasen nicht gleichbedeutend mit Schönheitsschlaf. Was im letzten Sommer noch als sattgrünes zentrales Schmuckstück unseren Garten krönte gleicht nach dem langen Winter eher einem unschönen Acker. Das schöne Grün ist durchzogen von hässlichen braunen Flecken und der Rasen sieht müde und ungepflegt aus. Und zu allem Ünberfluss ist er bei genauerem Hinsehen auch noch von zahlreichen Moosflecken durchzogen. 

Die schlechte Nachricht für Gartenbesitzer ist, dass mit Moos im Garten das Gras keine Chance hat und wenn man dem Moosbefall nicht schnell zu Leibe rückt dann breiten sich Moose und Flechten immer mehr aus. Daher müssen Sie bei Moosbefall konsequent handeln und das am Besten mit Beginn des Frühlings. 

Moos loswerden

Woher kommt Moos im Garten?

Moosflecken im Rasen können verschiedene Ursachen haben. Grundsätzlich kann sich Moos nur ausbreiten, wenn das Gras geschwächt ist, da sich ein gesunder Rasen im Normalfall gut gegen Moos verteidigen kann. Leider kann unser Rasen aber durch nachteilige Vorgaben der Natur wie saure Böden, zu viel Schatten oder zu hohe Feuchtigkeit geschwächt werden. 

Was kann man gegen Moos tun?

Neben natürlichen Ursachen kann Moos auch aus falscher oder mangelnder Rasenpflege resultieren. Es ist daher sehr wichtig, den Garten richtig zu pflegen – gerade und vor allem im Frühling.

  • Vor dem Vertikutieren

Um das Moos dauerhaft aus dem Garten zu verbannen, muss man es zunächst einmal entfernen. Das geht mit einem Vertikutierer relativ einfach und zuverlässig. Wenn Sie keinen Vertikutierer haben können Sie sich in den meisten Gartengeschäften und Baumärkten ein Geräte mieten. Nach dem Vertikutieren gewinnt Ihr Garten erst einmal keinen Schönheitspreis denn statt der Moosflecken sind jetzt überall braune kahle Stellen in Ihrem Rasen zu sehen. Damit das Gras schnell nachwächst, sollten Sie Ihren Rasen mehrere Tage vor dem Vertikutieren düngen und kurz vorher zusätzlich auch noch mähen. 

  • Richtig Vertikutieren

Der beste Zeitpunkt für das Vertikutieren ist im April. Es ist ein relativ arbeitsaufwändiger Vorgang, den Sie mit Sicherheit nicht wiederholen möchten. Daher sollten Sie auf einiges achten:

Der Rasen muss unbedingt trocken sein, damit der Vertikutierer effektiv das Moos herausreissen kann. 

Wichtig ist auch dass die Messer des Vertikutierers nicht zu tief in den Boden eindringen, denn sonst kann er nicht nur das Moos und Flechten aus dem Rasen reissen sondern auch das Gras beschädigen.

Bei grösseren Flächen sollten Sie gleichmässig zunächst in Längs- und dann in Querrichtung vertikutieren. Bei kleinen Flächen oder Rasen mit geringem Mooswuchs reicht es nur in eine Richtung zu vertikutieren. 

Nach dem Vertikutieren müssen Sie die kahlen Stellen nachsäen. Hierfür gibt es spezielle Samenmischungen, die zum Ausbessern von Rasenschäden vorgesehen sind.

  • Rasen Lüften

Nicht nur Ihr Haus auch Ihr Garten muss ab und zu gelüftet werden – insbesondere nach dem Vertikutieren. Das Lüften lockert die eng miteinander verwachsenen Graswurzeln auf und sorgt so für neuen Wuchs. Ausserdem gelangt durch das Auflockern der Erde Regenwasser besser an die Wurzeln und Staunässe wird vermieden. Mit einer Lüfterwalze oder Luftgabel ist das Lüften relativ einfach zu bewältigen und Ihr Rasen wird es Ihnen danken.

  • Richtig düngen

Wenn Ihr Rasen keine besonderen Mangelerscheinungen aufweist, können Sie einen ganz normalen Rasenlangzeitdünger verwenden. Dieser versorgt den Rasen über Monate mit wichtigen Nährstoffen wie zum Beispiel Stickstoff, Phosphor und Kalium. Stickstoff regt das Graswachstum an, Phosphor kräftigt die Wurzeln und Kalium macht die Halme widerstandsfähiger.

Neben dem Rasenlangzeitdünger greifen viele Rasenbesitzer auch auf Eisendünger zurück. Eisensalz lässt das Moos absterben und macht die Arbeit etwas leichter. Hier ist aber Vorsicht geboten, denn Eisensulfat- oder Eisensalz ist nicht ungefährlich.

Wenn Eisensulfat mit Steinplatten oder Bekleidung in Berührung kommt, können Flecken zurückbleiben. Zudem ist Eisensulfat gerade bei Feuchtigkeit stark reizend, daher sollten Sie bei der Anwendung immer Handschuhe tragen und den Kontakt mit Augen oder Haut vermeiden. Eisensulfat ist beim Verschlucken gesundheitsschädlich, Haustiere und Kleinkinder sollten nach der Anwendung auf keinen Fall in den Garten gelassen werden. 

Nach ca. einer Woche ist das Moos abgestorben, aber mit dem Nachsäen sollten Sie noch zwei Wochen warten denn das Gras wächst nach dem Einsatz von Eisensulfat sonst schlechter an.

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Moos vorbeugen

Damit der ganze Aufwand sich auch langfristig lohnt sollten Sie im Anschluss dem Moosbefall vorbeugen. Ein Grund für Moosbefall kann ein saurer Boden sein. In diesem Fall können Sie mit Kalken die Rückkehr des Moosbefalls verhindern. Testsets für eine Bodenanalyse können Sie im Gartencenter kaufen. Je nach pH-Wert und Bodenbeschaffenheit muss der Kalk richtig dosiert werden, daher lohnt es sich eine Bodenanalys durchzuführen. 

Ein weiterer Grund für Mooswuchs kann Staunässe sein. Besonders bei lehmigen Böden kann es im Laufe der Zeit vorkommen, dass sich die obere Schicht so stark verdichtet, dass das Wasser nicht mehr versickert. Staunässe lässt sich gut mit Sand bekämpfen. Am besten arbeiten Sie schon beim Anlegen des Rasens Sand in den Boden ein. Wenn es dafür schon zu spät ist, können Sie nach dem Vertikutieren etwas Sand auf die Rasenfläche aufbringen. Wie bereits erwähnt ist auch das Lüften ein wirksames Mittel gegen Staunässe.

Der Kampf gegen Unkraut ist für Rasen- und Gartenbesitzer ein endloser Kampf. Wenn Sie dem Moosbefall schon im Frühling konsequent entgegentreten sollten Sie wenigstens vor diesem Unkraut für den Rest des Jahres Ruhe haben.